Gemeinde Groß Döbern sagt entschieden: NEIN!

Am 20. November 2015 erfuhr ich aus den lokalen Medien von den Plänen des Präsidenten der Stadt Oppeln (Opole), Arkadiusz Wiśniewski. Ich bin zutiefst über das Handeln des Herrn Präsidenten empört. Es ist ein Raub, eine Missachtung der Bürgerrechte und ein Anschlag auf die kommunale Selbstverwaltung. In gleicher Lage befinden sich auch weitere Gemeinden der Oppelner Region, denen man dasjenige wegzunehmen versucht, was für ihr Bestehen eine große Bedeutung hat, die Quelle dank welcher sie funktionieren und sich weiterentwickeln können.

Es handelt sich hier nicht um eine notwendige territoriale Erweiterung Oppelns (die Stadt besitzt genug unbewirtschaftete Investitionsgebiete), wie man es uns einzureden versucht. In dieser Situation würde man den Gemeinden um die Stadt herum gleiche Flächen wegnehmen wollen und dies ist hier nicht der Fall. Nennen wir es beim Namen – die Stadt Oppeln kann ihre finanziellen Probleme nicht von selbst lösen, deshalb versucht sie das Geld denjenigen zu nehmen, die es besitzen. Die Haltung ist egoistisch und zudem autoritär.

Der Präsident versucht diejenigen Einwohner, die aus der Stadt geflüchtet sind, wieder nach Oppeln zu holen – ob auch sie das möchten? Nicht ohne Grund kauften sie innerhalb unserer Gemeinde Grundstücke und bauten Häuser.  

Bevor in den Siebzigerjahren der Bau des Kraftwerkes Elektrownia Opole begann, fragte keiner die Einwohner unserer Gemeinde nach ihrer Meinung. Die Entscheidung wurde „von Oben” gefällt, die Menschen wurden gegen geringes Geld ihrer Böden enteignet und mussten alleine mit ihren alltäglichen Problemen zurechtkommen. Heute sollten gerade die Steuergelder, die in den Haushalt der Gemeinde einfließen, all die jahrelangen Unannehmlichkeiten die den Einwohnern unserer Dörfer das Leben erschwerten rekompensieren.

Die Gemeinde Groß Döbern hat hohe Einkommen, die sie auch durch die Zahlung des Solidaritätszuschlags mit anderen Gemeinden teilt. Im Jahr 2014 wurden in den Staatshaushalt 3.501.261 PLN eingezahlt.

Wir leisten auch finanziellen Beitrag an Aufträgen, die nicht zu den Eigenaufträgen einer Gemeinde zählen, um so ihre Realisierung zum Wohl der Einwohner der Gemeinde zu fördern. Ohne des Eigenbeitrages aus dem Haushalt der Gemeinde würden einige Investitionen, um die wir jahrelang kämpften, wegen Geldmangel nie durch die dafür zuständigen Institutionen realisiert werden.  

Die Gemeinde Groß Döbern besteht nicht nur aus ihrem Territorium und Infrastruktur, dazu zählen vor allem die Einwohner, ihre Kultur, Traditionen und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl. Lassen wir nicht zu, dass uns andere unsere kleine Heimat nehmen.

Aus diesem Grund wende ich mich an alle Einwohner der Gemeinde mit einem Apell um aktive Unterstützung und Hilfe im Kampf um das Bestehen unserer Gemeinde.

                                                                                                             

                                                                                                                             Henryk Wróbel

                                                                                                                              Bürgermeister

 

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